• +43 3462 7709
  • direktion@vs-deutschlandsberg.at

21. Dezember

21. Dezember


Statt einer Antwort führte ihn der Geist durch die schmalen Gassen hinaus aus der Stadt. Sie kamen zu einem Friedhof. Dunkel und schwarz standen dort die Grabsteine in der Nacht.

Der Geist deutete mit seiner knochigen Hand auf einen der Grabsteine.

„Ehe ich den Stein anschaue, Geist, sag mir eines. Sind dies die Dinge, die sein werden, oder die Dinge, die sein könnten?“

Schwarz und unerbittlich zeigte der Geist auf den Grabstein.

„Es kann sich doch alles ändern. Wenn man sein Leben ändert, dann verändert sich doch auch die Zukunft. Sag, dass es auch hier so sein wird. Geist, sag es.“

Der Geist stand da, regungslos. Scrooge ging zu dem Grabstein und las in den kalten Stein gemeißelt den Namen: Ebenezer Scrooge.

„Nein, Geist, ich bin nicht mehr der Mensch, der ich war. Ich habe mich geändert. Ich will Weihnachten in mein Herz lassen und den Menschen zeigen, was ich von den Geistern gelernt habe. Bitte, Geist, lass mich die Dinge ändern.“

Er fasste den Geist an seinem schwarzen Umhang und wollte die knöcherne Hand von dem Grabstein abwenden. Er krallte sich immer fester an den Stoff, hob die Hände flehend zu dem Geist empor. In diesem Moment veränderte sich der Umhang in seiner Hand. Er fiel in sich zusammen, war nicht mehr schwarz wie die Nacht.

Scrooge hielt seine weißen Bettvorhänge in der Hand.